Die Dateiübertragung ist eine der weltweit meistgenutzten Softwaretechniken. Mit ihr werden Dateien und Dokumente zwischen verschiedenen IT-Systemen über das Internet ausgetauscht. Doch die Dateiübertragung mit Technologien wie FTP oder E-Mail hat Grenzen: Die mangelnde Sicherheit und Nachverfolgbarkeit machen diese Dienste denkbar ungeeignet. Es fehlt an Verwaltungs-, Steuerungs- und Integrationsmöglichkeiten, um die heutigen Anforderungen an Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit, komplexe Workflows und Sicherheit erfüllen zu können.
Wer eine veraltete Dateiübertragungslösung einsetzt, gefährdet den Schutz seiner Daten: ob vertrauliche Dokumente, Patientenakten oder Finanztransaktionen. Zudem kann eine veraltete Lösung Systemausfälle und Wettbewerbsnachteile verursachen. Die Glaubwürdigkeit des Unternehmens gegenüber Kunden und Partnern leidet. Die strengen Sicherheitsauflagen einerseits und die Unzulänglichkeiten einfacher Dateiübertragungstechniken andererseits machen eine innovative File-Transfer-Strategie wichtiger denn je.
Herkömmliche Dateiaustauschverfahren greifen zu kurz
Viele Unternehmen wissen zwar um die Bedeutung der File-Transfer-Technik. Die Einführung einer innovativen Lösung wird dennoch oft verschoben. Einige Unternehmen nutzen das File Transfer Protocol (FTP), alte Dateiübertragungsanwendungen oder nachrichtenbasierte Übertragungen. Diese Techniken greifen oft zu kurz, wenn es um die Übertragung großer Dateien geht. Ein Beispiel dafür ist FTP:
- Bei einer fehlgeschlagenen Übertragung unterstützt FTP keinen Wiederherstellungsmechanismus.
- FTP kennt auch keine zentralisierten Managementoptionen für Skripte, mit denen die Übertragung automatisiert werden könnte: So lässt sich beispielsweise nicht zentral festlegen, wo die Skripte abgelegt werden sollen, wozu sie dienen oder wie sie arbeiten sollen.
- Ein Neustart einer unterbrochenen Übertragung am Abbruchspunkt ist mit FTP nicht möglich.
- Auf Netzwerklatenzen reagiert FTP mit drastischen Geschwindigkeitseinbußen.
- FTP bietet keine Datenverschlüsselung. Daher lassen sich sensible Daten während der Übertragung leicht ausspähen.
Mit herkömmlichen Dateiübertragungslösungen ist es meist nicht möglich, große E-Mail-Anhänge zu übertragen. In unserer schnelllebigen Geschäftswelt können diese Nachteile die Produktivität eines Unternehmens deutlich beeinträchtigen und die Interaktion mit Geschäftspartnern behindern.
Worauf man bei einer Managed-File-Transfer-Lösung achten sollte
Managed-File-Transfer-Software (MFT) entwickelt sich immer schneller zu einer der wirksamsten Strategien für den Dateiaustausch. Sie schützt nicht nur sensible Daten, sondern erleichtert auch die Compliance, verbessert die Zuverlässigkeit und steigert die IT-Produktivität. Angesichts der Sicherheitsrisiken, denen Daten während der Übertragung ausgesetzt sind, sollten Unternehmen folgende Faktoren berücksichtigen, wenn sie eine Managed-File- Transfer-Lösung evaluieren:
- Unterstützung der wachsenden Anforderungen von Geschäftspartnern und Kunden. Mit zunehmenden B2B-Interaktionen wachsen auch die Anforderungen an die Dateiübertragung. Die Unterstützung mehrerer Plattformen, sichere Kommunikationsabläufe, komfortable Bedienungsoptionen und Skalierbarkeit sind für die File-Transfer-Strategie eines Unternehmens unverzichtbar.
- Lückenlose Zuverlässigkeit. Im Idealfall erfolgt die Dateiübertragung zuverlässig, genau, vollständig und pünktlich. Die Praxis sieht meist anders aus. Eine lückenlose Zuverlässigkeit setzt entsprechende Funktionen voraus: für automatischen Wiederanlauf, Integritätsprüfung auf Paketebene, Warnung bei Fehlerzuständen und File-Transfer-Queuing. Auftretende Probleme müssen erkannt, Absender benachrichtigt und Übertragungen im Fehlerfall neu gestartet werden.
- Unterstützung interner und externer Sicherheitsmandate. Auf ihrer Reise durch das Netz unterliegen Daten verschiedenen Risiken. Wichtig ist, dass eine MFT-Lösung die neuesten Authentifizierungs-, Autorisierungs- und Verschlüsselungstechnologien unterstützt. Dazu gehört auch ein vollständiger Satz an Sicherheitsprotokollen, wie HTTPS, FTPS, SFTP und PGP über FTP.
- Bedienungsfreundlichkeit. Bei der Evaluierung verschiedener Lösungen sollte man sich folgende Fragen stellen: Wie einfach ist die Bereitstellung und das Management der Dateiaustauschlösung? Bietet die Lösung detaillierte Funktionen für Reporting und Überwachung? Wie komfortabel ist die Bedienung? Eine gut durchdachte MFT-Lösung sorgt für zufriedene Partner, Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen. Sie verringert oder beseitigt lästige manuelle Tätigkeiten der Endbenutzer.
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